Bauen am Rekord

Weltgrößtes urbanes Seilbahnnetz mit Know-how aus Vorarlberg

Die neue „Línea Azul“ in El Alto ist ein weiterer Meilenstein im städte­verbindenden Seilbahnnetz Boliviens. Als längste Seilbahnlinie im gesamten Verbund schließt sie nun die Universität an. Außerdem ist sie die erste Linie, die die Doppelmayr/Garaventa-Gruppe in der zweiten Bauphase des weltgrößten Seilbahnprojekts fertiggestellt hat.

Nach drei Seilbahnlinien, die seit 2014 eine Verbindung zwischen den bolivianischen Städten La Paz und El Alto herstellen, läutete die Línea Azul im März 2017 die zweite Phase im Entstehungsprozess des bisher größten urbanen Seilbahnnetzes der Welt ein: Die neue blaue Linie liegt gänzlich in El Alto und schließt direkt an die bereits existierende Línea Roja an. Damit werden weitere Stadtviertel von El Alto mit La Paz verbunden. Die Línea Azul erweitert das öffentliche Seilbahnnetz um fünf neue Stationen und knapp fünf Kilometer. Die Fahrgäste können – dank des direkten Durchfahrbetriebs – die gesamte Strecke von der ersten bis zur fünften Station ohne Umsteigen zurücklegen. 

Weil die Línea Azul über den größten Straßenmarkt Lateinamerikas hinwegführt und auch die Universität UPEA von El Alto an das Seilbahnnetz anschließt, ist sie ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel für die BewohnerInnen beider Städte. Boliviens Präsident Evo Morales zeigte sich bereits bei seiner Probefahrt Ende 2016 beeindruckt: „Danke der österreichischen Firma Doppelmayr, ein guter Verbündeter, eine gute Investition!“ 

In Phase II sind zusätzlich zur Línea Azul noch fünf weitere Seilbahn­linien geplant und größtenteils bereits in Umsetzung. Nach deren Fertig­stellung wird das Seilbahnnetz neun Linien mit einer Gesamtlänge von ca. 30 Kilometern und 26 Stationen umfassen. Bis heute wurden schon mehr als 75 Millionen Menschen mit den Seilbahnen in La Paz und El Alto transportiert. 

Mit den Fakten auf einer Linie

Sektion 1

  • Schräge Länge: 3.170 m
  • Höhenunterschied: - 40 m
  • Förderleistung: 3.000 Personen pro Std. und Richtung
  • Fahrzeuge: 136 10er-Kabinen
  • Fahrgeschwindigkeit: 5,9 m/s
  • Fahrzeit: 13,62 min

Sektion 2

  • Schräge Länge: 1.723 m
  • Höhenunterschie: -21 m
  • Förderleistung: 3.000 Personen pro Std. und Richtung
  • Fahrzeuge: 72 10er-Kabinen
  • Fahrgeschwindigkeit: 5,0 m/s
  • Fahrzeit: 7,17 min

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