Zukunft ist Chefsache

Zukunft ist Chefsache bedeuet für die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie, dass Ausbildung starke Partner mit Verantwortungsbewusstsein braucht. Und das beginnt in der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie an höchster Stelle und geht bis ins kleinste Detail.

Für die Jugend. Ohne wenn und aber.

"Wir wollen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und in ihren Talenten unterstützen, sie mit Sinn und Ziel anleiten, ihnen Vorbild sein, sie anfeuern und begeistern. Das ist eine große Heraus­forderung. Wenn wir aber die vielen Tausend erfolgreichen Lebens- und Karriere­wege in der V.E.M. sehen, ist es vor allem eine unglaubliche Befriedigung." So beschreibt Johannes Collini das große Enga­gement der V.E.M. für Bildung und Ausbildung.

Johannes Collini führt selbst ein internationales Unternehmen, er ist aber auch Vorsitzender des Arbeitgeberkomitees der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie. In diesem Komitee stellen die Chefs von über 100 Mitgliedsunternehmen der V.E.M. gemeinsam die Weichen für ihre Branche, genauso wie sie in ihren Unternehmen die Richtung vorgeben. Sie haben schon vor Jahrzehnten firmenübergreifende Arbeitskreise zur Lehrlingsausbildung ins Leben gerufen, denen auch die Berufsschulen als Partner angehören. Sie haben Kuratorien gemeinsam mit und für die Vorarlberger HTL gegründet, kooperieren mit vielen anderen Schulen wie den PTS und gründen immer wieder neue Initiativen wie das Projektteam "Karrierebranche V.E.M.". In diesem gemeinsamen Vorangehen der führenden Persönlichkeiten liegt große Dynamik. Führungskraft und Verantwortung prägen auch die Kultur der Unternehmen. In ihnen sind Bildung, Aus- und Weiterbildung fest verankert: Sie sind sicher das eigentliche Erfolgsgeheimnis der V.E.M.

Vorarlberg, das Land erfolgreicher Technikerinnen und Techniker

Jedes Jahr absolvieren etwa 400 junge Männer und Frauen eine technische Lehre in der V.E.M. Insgesamt sind 1.100 Lehrlinge in Ausbildung. An den Höheren Technischen Lehranstalten in Bregenz, Dornbirn und Rankweil lernen 2.850 Mädchen und Burschen technische Berufe und an der Fachhochschule studieren an die 500 Studenten ein technisches Fach. In der Vorarlberger Elektro-­ und Metallindustrie im In- und Ausland, aber auch in anderen Industriezweigen und im Elektro- und Metallgewerbe machen sie alle gemeinsam Karriere. Technikerinnen und Techniker bilden mit weitem Abstand die größte Gruppe unter den 16.000 Mitarbeiter/innen der V.E.M. Sie sind Persönlichkeiten mit vielfältigen Talenten, in unterschiedlichsten Berufen mit bunten Herausforderungen. Das Wichtigste aber: Sie bilden jene Erfolgs­teams, die die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie zur führenden Branche gemacht haben. Manfred Brandl, Geschäftsführer von Liebherr in Nenzing meint dazu: "Das Wissen, das Können und die Leidenschaft unserer Mitarbeiter sind entscheidend, um erfolgreich am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können. Und weil die Unternehmen der V.E.M. auch in Zukunft hier in Vorarlberg industriell produzieren wollen, brauchen wir den besten Nachwuchs, die beste Bildung und Ausbildung. Davon profitieren alle: die jugendlichen Schüler, Studenten und Lehrlinge, ihre Familien, die Unternehmen und schließlich das ganze Land."

Wenn der Mensch im Mittelpunkt steht, kann man auch große Hürden überwinden

"Technik lernen ist nicht ganz einfach, aber extrem cool", sagen fast alle Lehrlinge, Schüler und Studenten. Dazu ist das Leben als Jugendlicher ja an sich schon ein Wechselbad der Gefühle und ebenfalls nicht ganz so einfach. Da ist es gut, wenn Ausbilder und Lehrpersonen persönlich und professionell für die jungen Leute da sind, sich um den Menschen kümmern, beraten und manchmal auch zeigen, "wo es am besten lang geht". Und es ist noch bestärkender, wenn der Chef oder die Chefin eines Unternehmens jeden Lehrling und jeden gerade einsteigenden Absolventen der HTL und FH persönlich kennt. Das ist in der V.E.M. üblich - selbst in den großen Firmen wie Blum, Grass, Doppelmayr, Zumtobel und vielen anderen. Johannes Steurer, Geschäftsführender Inhaber der z-werkzeugbau-gmbh sagt dazu: "Junge Menschen entwickeln sich während der Lehrausbildung vom Jugendlichen zum jungen Erwachsenen. In dieser schwierigen Phase des Lebens durchläuft der junge Mensch ein Wechselbad der Gefühle. Die Familie, die Freunde aber vor allem auch das berufliche Umfeld spielen in dieser Phase der Selbstfindung eine wesentliche Rolle. Wir versuchen, individuell mit Einfühlungsvermögen, Geduld und Verständnis zu begleiten und zu unterstützen. Der Mensch steht dabei stets im Mittelpunkt."

Technik kann nicht jeder lernen, aber sehr viel mehr, als man denkt

Manche Kinder und Eltern glauben, Technik sei nichts für sie, weil Mathe oder Physik nicht unbedingt zu den Lieblingsfächern zählen. Das heißt aber erstens noch gar nichts und zweitens gibt es sehr viele und ganz unterschiedliche technische Berufe und Bildungswege mit unterschiedlichsten Anforderungen. Es sind übrigens bei Weitem keine Einzelfälle, wenn aus gar nicht so tollen Rechnern in der Unterstufe erfolgreiche Absolventen der HTL oder einer Technikerlehre werden. Christoph Hinteregger, Mitglied des V.E.M.-Arbeitgeberkomittes und Mitglied der Geschäfsleitung von Doppelmayr hat oft beobachtet, dass Mädchen und Burschen ihre Talente und Interessen erst entdeckten, als sie sich technische Bildungswege "einfach mal so" angesehen haben. Die Schüler der Unterstufe in AHS und VMS haben die Möglichkeit, in die Lehre und die Firmen hineinzuschnuppern. Sie können sich an den Tagen der offenen Tür die HTL und die Fachhochschule Vorarlberg anschauen, sich in den Schulen, den Firmen, aber auch dem BIFO beraten lassen. Christoph Hinteregger betont: "Wir haben noch nie jemanden überredet, Technikerin oder Techniker zu werden, das wäre verantwortungslos. Wenn aber die Burschen und Mädchen erst einmal sehen, was es da alles an technischen Bildungswegen gibt und wie spannend die Berufsinhalte sind, kommen sie von selbst darauf. Das ist auch ganz wichtig, denn nur dann können sie mit Beruf und Karriere glücklich werden."

Nico Riezler, Lehrling Elektrotechnik und Manfred Brandl, Mitglied des Arbeitgeberkomitees der V.E.M., Geschäftsführung Liebherr