Die Profil-Profis

Hydro Nenzing bringt Aluminium in Form. Und die Zukunft des Nachwuchses im Technikland Vorarlberg.

Am Standort Nenzing verarbeiten etwa 400 MitarbeiterInnen jedes Jahr circa 44.000 Tonnen Aluminium. Mittendrin: Die 14 Auszubildenden aus dem kaufmännischen und technischen Bereich.

Die Norsk Hydro mit dem Hauptsitz in Norwegen ist Weltmarktführer für innovative Aluminiumlösungen und weltweit mit über 150 Standorten und insgesamt 35.500 MitarbeiterInnen präsent. Die Hydro Nenzing (vormals Sapa) ist dabei ein in Europa führendes Unternehmen der Hydro Gruppe. Die hier hergestellten, stranggepressten Aluminiumprofile finden sich beispielsweise in Fenstern, Lampen oder Industrieanwendungen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind, wie so oft im Technikland Vorarlberg, die MitarbeiterInnen. Allein deswegen schafft man hier ideale Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit, schon von der Lehre an! Ausgebildet wird in zwei Berufen: Wer sich kaufmännisch interessiert, darf als Industriekauffrau bzw. -mann durchstarten. Die handwerklich Versierten greifen zur Lehre als MaschinenbautechnikerIn. Insgesamt werden in beiden Berufen derzeit 14 Lehrlinge ausgebildet. Und das von Anfang an auf Augenhöhe, denn bei Hydro Nenzing weiß man: Der Job macht erst dann richtig Spaß, wenn man auch für seine Leistungen verantwortlich ist und seine Arbeit selbst gestalten kann.

So sind die Auszubildenden für Maschinenbautechnik beispielsweise für die Ersatzteilversorgung der Produktionsanlagen zuständig. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn eines ist klar: Ohne sie geht hier nichts! Vor allem aber lernt der Nachwuchs, was Qualität in der Technik bedeutet. Denn die Ersatzteile, die von ihnen geplant, gefertigt und eingesetzt werden, müssen jederzeit eine unterbrechungsfreie Produktion gewährleisten. Das bereitet Freude und gibt Selbstvertrauen. Ein kleiner Nebeneffekt ist, dass die Hydro Nenzing auf diese Weise im ersten Quartal gut 20.000 Euro an Kosten einsparen konnte, die externe DienstleisterInnen für diese  ­Arbeiten veranschlagt hätten.

Geld, das man wieder in den Nachwuchs investiert: So entstand im letzten Jahr eine neue Lehrwerkstatt. Erweitert auf nunmehr 70 m2 finden sich eine neue Fräsmaschine sowie eine Pneumatik-Lernstation. Außerdem wurde die praktische Ausbildung um das Spezialmodul Automatisierungstechnik erweitert.

On top gibt es für alle Lehrlingsaus­flüge, Kennenlerntage, Exkursionen sowie Vergünstigungen in verschiedenen Bereichen der Freizeitgestaltung. Und natürlich ein attraktives Prämiensystem – gute Arbeit muss schließlich belohnt werden!


Die Karriere formen

Die Karriere von Anna Szeverinski, 25 Jahre, aus Dornbirn

Anna, wann hast du bei Hydro Nenzing angefangen?
Das war im September 2009. Damals trat ich meine Lehrstelle zur Bürokauffrau an. Im Sommer 2012 schloss ich dann die Lehre erfolgreich ab.  

Wie ging es dann nach den drei ­Lehrjahren weiter?
Erstmal wurde ich, wie eigentlich jeder Lehrling, der das möchte, bei Hydro übernommen. Und da mir der Bereich Qualitätssicherung in der Lehre am meisten Spaß gemacht hatte, durfte ich hier mein Wissen vertiefen. Es wurde ein Ausbildungsplan entwickelt, genau auf mich zugeschnitten. Über zwei Jahre lang wurde ich unter anderem in den Bereichen Labor, Messen und Programmieren ausgebildet. 

Und jetzt bist du Qualitätsmanagerin?
Unter anderem, ja. Es ist so, dass man hier Talente fördert. Und so jemand wie ich fordert das auch ein. Deswegen habe ich die Möglichkeit wahrgenommen, in die Kundenbetreuung zu wechseln. Nebenbei absolvierte ich über die Quality Austria die Ausbildung zur Systemmanagerin und Prozess Auditorin. Auf meinen Wunsch hin durfte ich zudem Lehrlingsaus­bilderin werden.  

Das klingt nach einer tollen Karriere. 
Ist es auch – und ich werde weiter unterstützt. So durfte ich die von mir vorgeschlagenen Kurse wie Rhetorik, Kommunikation usw. belegen. Wer sich bei uns weiterentwickeln möchte und Eigen­initiative zeigt, wird auf jeden Fall unterstützt. 

Pascal Überbacher testet in der neuen Lehrwerkstatt die Pneumatik-Lernstation.

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