Werk­stoff­technikWerk­stoff­prüfung

WerkstofftechnikerInnen entnehmen Proben von Werkstoffen oder stellen diese selbst her um die Eigenschaften der Werkstoffe zu überprüfen.

Lehrzeit

3–3,5 Jahre

Berufsschule

Landesberufsschule Neunkirchen

13

Lehrlinge in Vorarlberg

Kurzbeschreibung

WerkstofftechnikerInnen entnehmen Proben von Werkstoffen oder stellen diese selbst her um die Eigenschaften der Werkstoffe zu überprüfen (z. B. Dichte, Dehnung, Zugfestigkeit, Härte, Hitze- und Kältebeständigkeit). Dabei wenden sie mit Messgeräten und Apparaten verschiedene Prüfverfahren an, dokumentieren die Prüfergebnisse und werten sie aus. Auf Grundlage dieser Tests und Prüfverfahren kann die Qualität von Werkstoffen verbessert werden. Sie arbeiten in Industriebetrieben verschiedener Branchen in Labors und Werkhallen mit anderen SpezialistInnen und Fachkräften zusammen. WerkstofftechnikerInnen mit der Zusatzausbildung im Spezialmodul Wärmebehandlung planen außerdem die Bearbeitung von Werkstoffen durch Wärmebehandlungstechniken um z. B. die Härte zu verbessern. Sie führen die Wärmebehandlung durch und kontrollieren das Ergebnis.

Mit dem halbjährigen Schwerpunkt Wärmebehandlung erhöht sich die Lehrzeit auf 3,5 Jahre

„Welcher Werkstoff ist beim Bau eines Produktes der richtige? Du entscheidest!“

Was lernst du in deiner Ausbildung?

  • Durchführen von Probenahmen sowie Vorbereiten und Herstellen von Proben
  • Berechnen physikalischer und chemischer Messergebnisse
  • Darstellen von Messergebnissen in Versuchsberichten
  • Überprüfen, Einstellen und Kalibrieren von Messmitteln und Messgeräten
  • Vorbereiten, Durchführen und Auswerten physikalisch-technischer Untersuchungen und Versuchsreihen an den zu untersuchenden Werkstoffen
  • Bestimmen der Eigenschaften und des Verhaltens von Werkstoffen mit zerstörenden und zerstörungsfreien Verfahren
  • Bedienen und Überwachen von physikalisch-technischen Apparaturen und Anlagen
  • Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Sicherheitsstandards und Umweltstandards ausführen

 

Was wirst du nach deiner Lehre machen?

Nach deiner Lehre kennst bzw. kannst du

  • Magnetpulververfahren zur Feststellung von Fehlerquellen in Werkstoffoberflächen
  • elektromagnetische Prüfverfahren, Ultraschall-Holografie-Verfahren
  • Oberflächenrissprüfungen sowie Ölkochproben
  • Untersuchungen mit dem Rasterelektronenmikroskop
  • Untersuchungen mit Ultraschall
  • röntgenologische Prüfverfahren durchführen
  • zerstörende Prüfverfahren durchführen (z. B. Druckversuch)
  • chemische Prüfverfahren wie Tests zur Feststellunge von Art und Menge von Legierungsbestandteilen durchführen
  • Baustellenlaborarbeiten durchführen, wie das Festlegen von Materialmischungsverhältnissen

 

Wo wirst du nach deiner Lehre tätig sein?

  • Betriebe der Metall erzeugenden und Metall verarbeitenden Industrie
  • Betriebe der Kunststoffindustrie
  • Betriebe des Maschinen- Apparate- und Fahrzeugbaus
  • Betriebe der Verpackungs- und Gebrauchsgüterindustrie, der Gummi-, Lack- oder Chemiefaserindustrie

Ausbildende Unternehmen