Kategorien
Lebensmittel

Ruhiges ­ Händchen sucht Finger­spitze­n­gefühl

Ruhiges ­ Händchen sucht Finger­spitze­n­gefühl

Die Ausbildung zur Milchtechnologin bei Vorarlberg Milch

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email

Teile diesen Beitrag

Labor, Chemie, Mikrobiologie – klingt irgendwie nach Studieren? Mitnichten! Bereits mit 15 kannst du deine Milchtechnologielehre bei Vorarlberg Milch starten. So wie die leidenschaftliche BMX-Fahrerin Michelle aus Dalaas. Erfahre hier die Details über diesen spannenden Beruf, bei dem sich alles um die kleinsten Teile der Milch dreht!

„Als Milchtechnologin verfolge ich von Anfang an jeden einzelnen Schritt mit, wie aus der Rohmilch das fertige Endprodukt für den Versand wird“, erzählt Michelle begeistert von ihrer Lehre. „Beim Schnuppern habe ich schnell gemerkt, dass ich im Labor arbeiten möchte. Denn hier kann ich ganz genau sehen, wie die Milch in ihren kleinsten Bestandteilen aussieht – sowohl chemisch als auch mikrobiologisch.“ Wow! Es ist beeindruckend, was die 17-Jährige in ihren zwei Lehrjahren bei Vorarlberg Milch in Feldkirch schon gelernt hat.

Konzentrationsbestimmung für Reinigungsmittel

Immer in Bewegung

Wir wissen: Die Vorarlberg Milch produziert Butter, Käse, Topfen, Frischmilch und Joghurt. Wir wissen auch: Hygiene und Sauberkeit sind das A und O in der Lebensmittelproduktion. Was wir aber nicht wissen: Diejenigen, die sich im Hintergrund genau darum kümmern, das sind die Milchtechnolog:innen. Als Lehrling stellt Michelle im Labor die Qualitäts- und Produktsicherheit durch chemische und mikrobiologische Untersuchungen fest. Dafür führt und bedient sie die zugehörigen Maschinen und Anlagen selbstständig.

„Anfangs fiel es mir nicht leicht, die schweren Gegenstände zu tragen oder um Hilfe zu bitten. Mittlerweile hat sich das aber gebessert, unter anderem durch Maßnahmen zur Arbeitserleichterung“, erklärt Michelle. Bei Vorarlberg Milch lernen die Lehrlinge auch andere Abteilungen der Firma kennen: Alle arbeiten mal mit in der Herstellung, beim Abfüllen, im Maschinenraum und beim Einlagern der fertigen Produkte. Das ist Teil der vielseitigen Ausbildung, und diese Abwechslung macht Spaß, berichtet Michelle.

Anlagenbedienung und Überwachung

Keine Angst vor Technik

Rund ein Drittel Frauen sind bei Vorarl­berg Milch beschäftigt. Michelle fühlt sich wohl und gleichberechtigt an ihrem Arbeitsplatz. Jeder Neuanfang ist eine Herausforderung für sich, aber ­Michelle ist schnell im Beruf angekommen. Für ihren Job braucht sie ein ruhiges Händchen, Geduld, Fingerspitzengefühl, Teamfähigkeit und Hygienebewusstsein, führt die Dalaaserin aus. „Niemand muss Angst haben vor einer technischen Lehre, egal ob Junge oder Mädchen. Man kann alles lernen, wenn man will. Schließlich ist kein Meister je vom Himmel gefallen“, ist sie sich sicher. Später möchte Michelle selbst auch den Meisterkurs an ihre Lehre dranhängen. Aufstiegschancen fallen der angehenden Milchtechnologin auf Anhieb ein: Abteilungsleiterin oder Produktionsleiterin. „Man muss einfach an sich glauben, Engagement zeigen und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen“, fasst sie zukunftsfroh zusammen.

Die Lehrlinge rotieren nach einem vorgegebenen Plan im Fünf-Wochen-Rhythmus durch unsere Abteilungen. Dadurch bleibt die Ausbildung abwechslungsreich und das Erlernte kann gefestigt werden.

Stefan Voit, Leitung Lehrlingsabteilung

Kategorien
Lebensmittel

“S’Beschte G’fühl der Welt!”

“S’Beschte G’fühl der Welt!”

Arbeiten bei Rupp Austria GmbH

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email

Teile diesen Beitrag

Vegan zu essen und zu leben, das ist schon längst nicht mehr nur Trend. Allein in Österreich leben laut Schätzung der VGÖ (Vegane Gesellschaft Österreich) im Jahr 2021 rund 106.000 Veganer (keinerlei tierische Produkte), 840.000 Vegetarier (kein Verzehr von Fleisch oder Fisch) und über 4,6 Millionen Flexitarier (Menschen, die sich ab und an vegetarisch ernähren).

Mit der steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Alternativprodukten hat sich in den vergangenen Jahren auf dem Markt ein gänzlich neues Geschäftsfeld etabliert. Und hier kommt Beate Wieser ins Spiel. Sie ist Produktentwicklerin bei der Rupp Austria GmbH – Privatkäserei Rupp. Beates Spezialgebiet ist die Entwicklung von veganen Lebensmitteln.

Beate führt die pH-Messung und die Messung der Trockenmasse durch, um die Eigenschaften des veganen Produktes festzustellen.

Liebe Beate, verrate uns doch ein ­bisschen etwas über deine Person und deinen Werdegang.

Beate: Gerne. Ich bin Beate Wieser, 34, und wohne derzeit in Lochau. In meiner Freizeit liebe ich es, in der Natur zu sein und zu wandern. Ich reise auch gerne, am liebsten mache ich Kurzurlaube. Zu meinem Werdegang: Ich hab nach meinem Hauptschulabschluss meine Matura an einem BORG gemacht – mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt – und im Anschluss dann ein Studium der Lebensmitteltechnologie mit der Vertiefung „Produktentwicklung“, Abschluss Diplom-Ingenieur (FH).

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Beate: Die Naturwissenschaften, die Forschung und Entwicklung haben mich schon immer begeistert. Der Konsum von Lebensmitteln wird uns immer begleiten. Dem Fortschritt in der Technologie und der Weiterentwicklung sind keine Grenzen gesetzt. Ich wollte auf eine FH – es gab damals zwar auch eine Uni in Wien, ich habe mich aber bewusst für die FH Weihenstephan im bayerischen Freising in Deutschland entschieden, wegen des hohen Praxisanteils.

Fingerspitzengefühl und handwerkliches ­Geschick sind in diesem Lehrberuf sehr wichtig.

Was war für dich besonders daran?

Beate: Durch die Praxiserfahrung habe ich mich in jedem Labor im Beruf später schnell und gut zurechtgefunden. Auch in meinen Bewerbungsgesprächen war das immer ein Vorteil.

Erzähl uns ein bisschen etwas über ­deinen aktuellen Beruf, seit wann bist du im Unternehmen?

Beate: Ich bin seit Januar 2022 bei der Rupp Austria GmbH am Standort Hörbranz als „Produktentwicklerin VEGAN“ angestellt. Hier bin ich für die Entwicklung von veganen – pflanzlichen – Produkten zuständig, die eine Alternative zu Käse und Schmelzkäse darstellen. Dazu erstelle ich Rezepturen und produziere Muster in unserem Technikum, dem ­Labor.

Welche Aufgaben gehören noch zu deinem Stellenprofil?

Beate: Da wäre zum Beispiel die Überprüfung der Funktionalität und der ­sensorischen Eigenschaften der veganen Alternativen oder die Überprüfung der technischen Verarbeitbarkeit: Lässt sich so ein veganer Käse gut produzieren, zerfällt oder klebt er? Wie greift er sich an? Wie ist das Gefühl auf der Zunge? … und all diese Dinge. Dann muss ich auch immer wieder Verkostungen durchführen, das mag ich besonders gern. Last but not least gehören auch die entwicklungstechnische Planung und Begleitung von Musterproduktionen auf unseren Produktionsanlagen in Hörbranz, das Auffinden und Evaluieren neuer Rohstoffe und die Fertigung von Mustern sowie der Musterversand bei Kundenanfragen zu meinem Job.

Und wenn du dich entscheiden müsstest: Was gefällt dir am allerbesten in deinem Job?

Beate: Die viele Abwechslung – von der Ideenfindung am Computer und der Theorie bis zur eigenständiger Käseproduktion! Ich habe die Chance, unsere Produkte kontinuierlich zu verbessern – und wenn ich diese dann später im Regal stehen sehe, dann ist das das beste Gefühl der Welt!

“Wissenschaft und Technik bringen Innovationen in ein Unternehmen. Durch eine fundierte Ausbildung in diesen Bereichen kann jede:r zur ­Weiterentwicklung des ­gesamten Marktes beitragen.”

Laura Rupp Ms., Mitglied der Geschäftsführung der Rupp Austria GmbH