Wenn der Funke überspringt

Lea über ihren Wunschberuf als Stahlbautechnikerin bei Doppelmayr

Teile diesen Beitrag

Die Funken fliegen, ein tonnenschwerer Seilscheibenflügel schwebt kontrolliert an einem Kran hängend vorbei, der Geruch von Stahl liegt in der Luft – und mittendrin: Lea Koinig. Gemeinsam mit ihren Ausbildern arbeitet sie auf der selbst aufgebauten, zweistöckigen Lehrlingsinsel an Seilbahnaufträgen aus der ganzen Welt.

Als Kind wollte Lea Forensikerin werden. Statt Spuren zu sichern, sorgt die heute 17-Jährige in der Stahlbautechnik dafür, dass Seilbahnen sicher halten und Menschen zuverlässig von A nach B kommen. Durch Familie und Freund:innen wurde sie auf diesen Lehrberuf aufmerksam und startete nach dem 9. Schuljahr am Gymnasium bei Doppelmayr durch.

Lea Koinig – begeisterte Stahlbautechnikerin im 1. Lehrjahr

Zwischen modernen Geräten und technischen Zeichnungen

„Schweißen, Flexen, Brennschneiden – mein Team und ich stellen verschiedene Stahlteile her, die später bei Seilbahnen zum Einsatz kommen. Zum Beispiel eine große Seilscheibe, die eine Bahn zum Laufen bringt und aus verschiedenen Bauteilen besteht“, erklärt Lea begeistert. Dafür arbeitet sie unter anderem mit hochmodernen Schweißgeräten mit Touchscreens. Neben einem ruhigen Händchen braucht es für Leas Lehrberuf die Fähigkeit, präzise nach technischen Zeichnungen zu arbeiten, sowie räumliches Denken. Ihr persönliches Erfolgserlebnis bisher? Die kleine Schweißerprüfung, die Lea bereits bestanden hat.

Auf allen Ebenen gefördert

Bei Doppelmayr steht ein gutes Miteinander mit an erster Stelle. Durch Kennenlerntage sowie viele generations- und fachübergreifende Gespräche werden ein wertschätzender Umgang und effektives Teamwork im Unternehmen gestärkt. Neben Persönlichkeitsschulungen, in denen wichtige Sozialkompetenzen erlernt und gefestigt werden können, werden zahlreiche fachliche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. „Mit 18 Jahren möchte ich gleich den Kranführerschein machen“, sagt Lea. Schon während der Lehrzeit wird im Unternehmen rotiert, um in andere Bereiche hineinzuschnuppern.

Lea arbeitet im 1. Lehrjahr an Seilbahnaufträgen aus der ganzen Welt mit.

„Gemischte Teams haben nur Vorteile!“

Bei Doppelmayr absolvieren derzeit 13 weibliche Lehrlinge eine Ausbildung – im gesamten Unternehmen liegt die Frauenquote bei 17 Prozent. Wenn es nach Lea geht, könnten es gern noch mehr werden, denn sie ist überzeugt, dass gemischte Teams von unterschiedlichen Blickwinkeln und Talenten profitieren. Für sie bietet der Job als Stahlbautechnikerin nicht nur die Möglichkeit, ihre technischen Interessen zu verfolgen, sondern auch, einen zukunfts- und krisensicheren Beruf mit attraktiven Aufstiegschancen zu erlernen. Transparente Karriere- und Beförderungskriterien stellen diese Entwicklung sicher. 

Als „Familienfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet, sorgt Doppelmayr mit verschiedenen Maßnahmen – wie flexiblen Arbeitszeitmodellen oder mobilem Arbeiten – dafür, dass Familie und Beruf gut vereinbar sind. So sind im Unternehmen auch Mütter in Führungsfunktionen vertreten. 

„Als Frau in der Technik habe ich bisher nur Wertschätzung erfahren“, verrät Lea. Bei den Schnuppertagen freut sie sich besonders, wenn sich weibliche Jugendliche für eine Technik-Lehre interessieren. Ihnen berichtet sie stolz von den spannenden Aufgaben im Seilbahnbau und der guten Grundstimmung im Unternehmen.

Es macht mich besonders stolz, zu sehen, dass bei uns ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander gelebt wird – unter den Lehrlingen ebenso wie zwischen Lehrlingen und Ausbildenden.

Manuel Strasser, Ausbildungsleiter